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28.07.1994 - St. Peter Port
Ruhetag auf Guernsey mit Inselrundfahrt und Abendessen bei "Oscars".
Hier auf den Kanalinseln läuft alles sehr korrekt ab (Zollerklärung!),
aber die Menschen sind überaus freundlich und zuvorkommend.
29.07.19994 - von St. Peter Port/Guernsey nach St. Helier/Jersey
Sind von einer Kanalinsel auf die andere gefahren. Wie sich sofort herausstellt,
nehmen es die Kanalsinseln mit ihrer Unabhängigkeit vom Mutterland
ziemlich genau: die Telefonkarten und Briefmarken von Guernsey sind
auf Jersey schon wertlos!
30.07.1994 - St. Helier
Ruhetag auf Jersey. Die Inselrundfahrt war ein Reinfall, da sie in eine
Shopping-Tour mündete (zollfreier Einkauf!). Im Allgemeinen fanden
wir Jersey ganz nett, aber Guernsey besser.
31.07.1994 - von St. Helier nach Alderney
Haben die für uns letzte Kanalinsel angelaufen: Alderney. Die Insel
hat keinen Yachthafen und wir haben an Moorings im Hafenbecken angelegt.
Dann muss man ein Wassertaxi anrufen, das einen auf die Insel bringt.
Alderney gehört zu Guernsey und wir sind hier unsere Postkarten
losgeworden und haben unsere Telefonkarten abtelefoniert.
01.08.1994 - von Alderney nach Plymouth (Kanalüberquerung)
Rechtzeitig zur Kanalüberquerung kam der Wind wieder! Die Fahrt
war nicht unbedingt schön, aber ein Erlebnis - besonders die Dünung
vom Atlantik!
02.08.1994 - Plymouth
Ruhetag und erster Regentag in England. Die Stadt ist ganz hübsch.
Es wird jetzt königlich: wir liegen in der Queen Anne's Battery
Marina. Auf dem Tagesplan stand eine Busrundfahrt und der Besuch einer
Gin-Destillerie. Am Abend haben wir Muttis Geburtstag im Fischrestaurant
gefeiert.
03.08.1994 - von Plymouth nach Dartmouth
Das Anlegemanöver von Dartmouth werden wir alle so schnell nicht
vergessen - nicht nur wegen der Rosamunde-Pilcher-Kulisse im Hafen,
sondern vor allem weil wir fast mit einer Brücke kollidiert wären.
Der Rückwärtsgang hatte versagt und vom Vorschiff aus sah
es so aus, als ob der Käptn gleich eine Herzattacke erleidet. Alles
ging nochmal gut und nach der abendlichen Motorreparatur war auch dort
alles wieder o.k.
Dartmouth ist einer wunderschönes Örtchen!
04.08.1994 - von Dartmouth nach Torquay
Wir wollten eigentlich Exmouth anlaufen, auf der Seekarte ist aber kein
Yachthafen verzeichnet. Deshalb sind wir gleich weiter entlang der englischen
Riviera nach Torquay gesegelt. Torquay ist ein gemütlicher Badeort.
05.08.1994 - von Torquay nach Weymouth
Abends machen wir einen Stadtrundgang durch Weymouth. Unsere Mutter
hatte Angst, dass wir bei Nacht auf dem Trockenen liegen müssen,
was sich aber als falsch herausgestellt hat. Auf die Berechnungen des
Käptns ist Verlass!
06.08.1994 - von Weymouth nach Cowes/isle of Wight
Wir sind an den Needles vorbeigesegelt und durch den Solent auf die
Isle of Wight gelangt. Dabei haben wir die Startlinie des Admiral's
Cup überquert (in umgekehrter Richtung natürlich).
Machen einen Tag Pause in Cowes. Wir erleben noch das Enden der Cowes
Week und sehen uns alle "wichtigen" Yachtclubs auf der Insel
an, u.a. das Royal Yacht Squadron, einen Privatclub. Abends gibt's nochmal
ein Muschelessen.
08.08.1994 - von Cowes nach Southampton
Kurze Fahrt durch das Southampton Water in die Marina von Southapmton.
Wir machen eine Stadtrundfahrt und dann geht es zu Fuß weiter.
Abends haben wir den Vater zum Friseur geschickt, denn der sieht langsam
aus wie ein Seeräuber. Danach ging's in den nächstgelegenen
Pub.
09.09.1994 - von Southampton nach Portsmouth
Angela hat sich für die falsche Fock entschieden. Dadurch war die
Fahrt etwas ungemütlich, zum Glück aber kurz. In Portsmouth
haben wir das Groß und die 24 qm-Fock zum Segelmacher gegeben.
Wir sehen uns die Stadt an und gehen ins Marinemuseum mit seinen historischen
Schiffen.
10.09.1994 - London
Für heute war Windstärke 8 aus SO angesagt. Außerdem
sind unsere Segel noch beim Segelmacher. Also setzen wir uns in den
Zug und fahren nach London.
11.08.1994 - von Portsmouth nach Brighton
In Brighton besichtigen wir abends nur die Marina. Von der Stadt an
sich sehen wir nicht viel, denn die Marina liegt viel zu weit außerhalb.
Die Marina ist aber eine kleine Stadt für sich mit allem drum und
dran. Angela geht abends ins Kino.
12.08.1994 - von Brighton nach Dover
Eigentlich wollten wir noch Newhaven, Hastings und Folkstone anlaufen
- diese Orte haben aber alle keine Yachthäfen. Daher sind wir bis
Dover durchgesegelt und liegen jetzt 3 Tage im Vorsprung zu unserem
Törnplan. Zuerst lagen wir an der Boje vor den White Cliffs of
Dover und sind dann morgens um 2.00 Uhr noch in den Yachthafen gekommen.
13.08.1994 - Dover
Ruhetag mit Stadtbesichtigung und Klippenbesteigung in Dover.
14.08.1994 - von Dover nach Calais
Ruhige Fahrt über den Kanal! Wir kamen genau rechtzeitig in Calais
an, um noch in den Hafen zu kommen. Calais selbst ist nicht überwältigend.
15.08.1994 - von Calais nach Nieuwpoort
Haben heute Frankreich schon wieder verlassen und sind jetzt in Belgien.
Abends besichtigen wir Nieuwpoort, einen hübschen Ort in dem aber
nicht viel los ist. Zum Abendessen gibt es Muscheln ohne Ende - wir
fressen jetzt nur noch aus Angst, dass wir bald keine frischen Muscheln
mehr bekommen werden!
Außerdem kommt in Nieuwpoort die Wasserschutzpolizei an Bord.
Ergebnis: uns fehlt das Flaggenzertifikat!!!
16.08.1994 - von Nieuwpoort nach Zeebrugge
Schöne Spinackerfahrt nach Blankenberge! Hier gab es eine kurze
Stadtbesichtigung und ein paar Schnecken. Dann geht es weiter nach Zeebrugge.
Zeebrugge ist enttäuschend, denn es besteht nur aus Hafen und ein
paar Kneipen.
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